Spezifisches

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Zum Zeichnerischen II

 

Alexander Wagner

 

11. April – 23. Mai 2009

Eröffnung am 11. April, 19 – 21 h

 

Alexander Wagner ist Akrobat. Mit Buntstift, Bleistift und Acryl balanciert er zwischen Abstraktion und Gegenstand, Fläche und räumlicher Illusion, zwischen den Medien Zeichnung, Malerei und Fotografie. Seine Bilder zeigen präzise ein Dazwischen. Er umkreist den Moment, in dem sich ein Motiv von einem Gegenstand löst und eine Autonomie einfordert. Was ist wann ein Bild? Als einen Faktor der Formen- und Bildfindung gibt Wagner der Zeit einen besonderen Stellenwert. Die Frage, wie dicht, wie lange, wie weit ein Bild bearbeitet werden sollte, stellt sich für ihn immer wieder neu. Der Prozess der Bildfindung wird in den meisten seiner Arbeiten sichtbar und macht den Balanceakt nachvollziehbar. In den bei JET gezeigten Arbeiten verhandelt er klassische Motive und Fragen der Malerei vornehmlich mit zeichnerischen Mitteln. Architektonische Elemente und Landschaftsmotive weisen über die reine Repräsentation hinaus und werden gleichberechtigt als formale Elemente in die Komposition eingebunden. Das Dargestellte bildet nicht konkrete Orte oder Beobachtungen ab, sondern innere Bildwelten. Wie vage Erinnerungen zeigen die Motive mehr einen Zustand als eine Referenz. Wagners Bilder sind, in Hinblick auf die bildimmanenten Fragestellungen und die subjektive Wahrnehmung, doppelt selbstbezüglich. Diese Freiheit gegenüber äußeren Referenzen verleiht den Arbeiten eine transzendente Dimension.

In der Ausstellungsreihe Spezifisches bei JET besetzt Wagner die Schnittstelle zwischen der bereits gezeigten Ausstellung zum Zeichnerischen und der noch kommenden Ausstellung zum Malerischen. Die Ausstellungsreihe beleuchtet in jeweils einer Ausstellung einen spezifischen Aspekt des Malerischen, Zeichnerischen, Skulpturalen und Filmischen. Statt einen Überblick zu zeigen, geht es um den Zoom auf einen Moment oder auf bestimmte Arbeitsweisen. "WIE ist etwas gemacht?" ist die zentrale Frage der Ausstellungsreihe.