Was Wäre Wenn

Norbert Kottmann, Baut Tatlin Kampagne, 1989 - 1993

Norbert Kottmann, Baut Tatlin Kampagne, 1989 - 1993

Ella Ziegler, Nutzlos, 2005 - Ein Bekannter findet 4 olivgrüne verschraubbare Plastikteile, von denen wir nicht wissen, welchen Zweck sie haben. Er gibt sie mir, da er vermutet, dass ich sie als Künstlerin gebrauchen könnte. Wir schrauben die Teile zusammen und lehnen sie an die Wand.

Ella Ziegler, Nutzlos, 2005 - Ein Bekannter findet 4 olivgrüne verschraubbare Plastikteile, von denen wir nicht wissen, welchen Zweck sie haben. Er gibt sie mir, da er vermutet, dass ich sie als Künstlerin gebrauchen könnte. Wir schrauben die Teile zusammen und lehnen sie an die Wand.

WAS WÄRE WENN # 1

29.09.2005 – 12. 11. 2005

Norbert Kottmann und Ella Ziegler, kuratiert von Lena Ziese

 

Norbert Kottmann und Ella Ziegler nähern sich der Gegenwart aus entgegen gesetzten Blickwinkeln, um daraus weiterführende Perspektiven zu entwickeln:

 

Die Welt als zugebautes, verplantes und verwaltetes Ganzes dient Norbert Kottmann als Grundlage für seine künstlerischen Arbeiten. Innerhalb dieser entdeckt er, wie er es nennt „Freiflächen“, die er als Ausgangspunkt seiner Arbeiten nutzt, die ihm gleichzeitig aber auch wieder als Projektionsfläche derselben dienen. Es werden Szenarien entworfen, die nicht vorgeben, gebrauchsfertige und unmittelbar anwendbare Lösungen zu sein. Der Betrachter, der das angebotene visuelle und geistige Material weiterdenkt und somit das Werk letztlich vollendet, ist notwendiger Bestandteil desselben. Die Tatsache, dass hierbei die Richtung weitestgehend vorgegeben ist, ist Teil der durchaus moralischen Haltung, deren Ursprung in dem Glauben, durch die Kunst der Vegeblichkeit allen Tuns etwas entgegenzusetzen, gründet.

 

Ella Ziegler sucht hingegen in den Details des Alltäglichen nach den Zwischenräumen, die sie zum Schwingen bringt. Hierbei macht sie eigentlich nicht mehr als Suchen, Fokussieren und Scharfstellen. Die Wahrnehmung der Begleiterscheinungen und Nebenwirkungen ihres Lebens bilden die Ausgangspunkte ihrer künstlerischen Arbeiten. Für sie sind solche Momente zentral, aus denen heraus ein Netzwerk eines vielschichtigen Beziehungsgefüges von Ursache und Wirkung, ÷ffentlich und Privat, Kollektiv und Individuell entsteht. Ella Ziegler verbindet das Vorhandene mit dem Möglichen und löst somit diese Kategorien auf. Ihr Vorhaben ist es, „den Ort zwischen der Gegenwart und dem Unbekannten zu erschließen.“ (Ella Ziegler)

 

 

 

Austellungsansichten WAS WÄRE WENN #1