Was Wäre Wenn

Józef Robakowski, From My Window 1978–1999, 2000

Józef Robakowski, From My Window 1978–1999, 2000

Peter Piller, Bürozeichnung, 2001

Peter Piller, Bürozeichnung, 2001

WAS WÄRE WENN # 2

01.12. 2005 – 14. 02. 2006

Anna Degenkolb, Andreas Grahl, Peter Piller und Józef Robakowski, kuratiert von Doreen Mende

 

WAS WÄRE WENN #2 entdeckt Visionen und Szenarien im Vorgefundenen. Die Arbeiten der Ausstellung fokussieren auf unterschiedliche Weise den Verlauf einer alltäglichen Beobachtung, der zu einer Entscheidung führt und das Potential der Veränderung in sich trägt.

 

Die Videoprojektion From My Window des polnischen Künstlers und Experimentalfilmers Józef Robakowski markiert den Ausgangspunkt für die Konzeption der Ausstellung: Von 1978 bis 1999 filmte Robakowski den Blick aus seinem Hochhausfenster auf einen Platz in "Manhattan von Lodz". Solidarnosc manifestiert sich im Wechsel zu beiläufigen Ereignissen und hinterlässt Spuren, die am sichtbarsten im Neubau eines Hotels werden, das letztlich den übersichtlichen Blick aus dem Fenster versperrt. Alltägliche und politische Ereignisse verbinden sich auf einer subjektiven Ebene, die in ihrer gesellschaftlichen Dimension weltweit zu beobachten ist.

Anna Degenkolb konzentriert sich in ihrer für den Ausstellungsraum von JET entwickelten Arbeit auf die besonderen Bedingungen des Ausstellungsraums mit seinen räumlichen und symbolischen Implikationen. In ihren „Raumzeichnungen“ (Degenkolb) sind situative Intuition und präzise Beobachtung zentrale, wiederkehrende Strategien.

Andreas Grahl realisiert eine raumbezogene Installation für die Ausstellung: Ein Werbeleuchtkasten hängt im Eingangsbereich des Ausstellungsraums. Die Werbescheiben sind ersetzt durch farbloses durchsichtiges Fensterglas und mit handelsüblichen Leuchtstoffröhren ausgestattet. Von Zeit zu Zeit ändert der Leuchtkasten seine Erscheinung. Er führt ein Eigenleben an der Innenseite der Hausfassade.

Die Zeichnungen aus Vorzüge der Absichtslosigkeit von Peter Piller bearbeiten die un-produktiven und flüchtigen Momente eines Arbeitsalltags bei der Hamburger Medienagentur Carat, bei der Piller seit Jahren einer Erwerbstätigkeit nachgeht. Der kompletten Entfremdung entzieht sich Piller, indem er genau jene Momente zum Material seiner künstlerischen Arbeit macht: „Ich arbeite bis ich es mir leisten kann zu gehen“.

 

 

 

Austellungsansichten WAS WÄRE WENN #2